Konzeption

H0m, Lagomaggioreexpress, Modellbahnblog, Bemo-Modellbahn, Modellbahnbauen, Landschaft gestalten, modellayout, herbstlandschaft, Centovallimodell

Nach mehreren Versuchen eine Modellbahn zu bauen, die jedoch nie wirklich fertig wurden, sollte beim Lago Maggiore Express vieles anders werden. Mir liegt viel daran, realistische Betriebsabläufe in einer echt wirkenden Modelllandschaft nachzubilden. Obwohl ich mich meiner Meinung nach auch bei früheren Anlagen aufs Wesentliche beschränkte, waren diese auch überladen oder zu kompliziert konstruiert. 

 

Lago Maggiore Express ist ca. 3 Meter breit, bei einer Tiefe von gut 4,5 Metern. Die Anlage besteht zunächst aus den bereits weitgehend fertiggestellten Segmenten Lacorno Stazione. Hier ist der direkt am Seeufer gelegene Endbahnhof der Schmalspurbahn. Abstellgruppe, Güterverlad und Depotanlagen sorgen für Rangierspaß. Das Streckengleis fädelt mitten aus dem beengt liegenden Bahnhof aus, steigt an und folgt nun der Kantonsstraße am Fuß eines Weinbergs (erstes Ecksegment). Im Mittelteil ist eine Fabrik, die den wertvollen Marmor der Region verarbeitet, angesiedelt. Hier gibt es einen Gleisanschluss zur Anlieferung des Ausgangsmaterials. Weiter führt die Strecke durch einen tiefen Einschnitt über dem ein typisches Tessiner Dorf thront (zweites Ecksegment). Die Bahn nähert sich nun ein letztes Mal dem Seeufer und biegt dann ab ins Valle de Castagno - dem Kastaniental. Hier überquert die Bahn einen kleinen Gebirgsbach auf einem Viadukt und erreicht sogleich eine Station mit nur einer Weiche mitten im Wald. Von hier geht es über eine Gleiswendel unter die Anlage, wo ein Schattenbahnhof nicht benötigte Zuggarnituren aufnimmt. 

 

Neben Lacorno Stazione gibt es an weiteren betrieblichen Anlagen also nur noch den Gleisanschluss des Marmorwerkes und eine Weiche bei der eben genanten Station. Somit bleibt genug Zeit, die langsam dahinrollenden Züge zu betrachten. 

 

Da komplizierte Elektrik und ausgefeilte Steuerungen gar nicht mein Ding sind, habe ich alles möglichst einfach gehalten. Die Peco-Weichen werden mit Conrad-Motoren über ein einfaches selbstgebautes Stellpult angesprochen. Die Position der Weichenzungen kann durch Hinsehen geprüft werden, so dass eine Rückmeldung entfallen konnte. Da im Regelfall nur ein Zug auf der Strecke unterwegs ist, gibt es keine Zugbeeinflussung wie z.B. automatische Stopps vor haltzeigenden Signalen o.ä. Alle Triebfahrzeuge sind aber digitalisiert und werden mit Roco-Lokmäusen gesteuert.