Der Landschaftsbau I

Unterbau und Tunnel

Die Erweiterung nach Alpe Bianco ist bei Vorbild in über 1.800 Metern Höhe angesiedelt. Die tief eingeschnittenen, bewaldeten Täler, wie weiter unten z.B. in Santa Maggiore, werden zunehmend von baumlosen Matten, durchbrochen von Geröllhalden abgelöst. Im restlichen Teil der Anlage habe ich überwiegend mit Spanten, die mit Drahtgeflecht überzogen wurden, gearbeitet. Im Anlagenteil Alpe Bianco ist diese Vorgehensweise nur noch im Bereich der Brücke und der Steigung neben dem Abstellbahnhof nötig. Im restlichen Teil der Erweiterung gestaltete ich den Unterbau der Landschaft mit Styropor bzw. Styrodur-Platten. Diese sind sehr leicht und lassen sich einfach mit dem Messer zuschneiden bzw.  brechen. Styropor ist verhältnismäßig günstig, krümelt aber extrem. Styrodur ist deutlich teurer aber nahezu krümmelfrei. 

An dieser Stelle erscheint rechts im Bild die ansteigende Strecke aus dem Tunnel. Mittig wird der Verladebereich des Marmorsteinbruches entstehen. Eine Lastenseilbahn wird die weiter oben gebrochenen Marmorblöcke hierher transportieren, damit diese dann auf die Bahn verladen werden können. Die Styroporplatten habe ich grob vorgeschnitten und mit Maleracryl miteinander verklebt. Selbstverständlich gibt es eine Eingriffsmöglichkeit in den Tunnel, falls mal ein Wagen entgleist. 

Das Tunnelportal im Bereich der Stahlgitterbrücke. Hier ist die Anlage nur rund 25 cm schmal. Eine offene Streckenführung war hier nicht glaubhaft zu realisieren. Daher verschwindet die Bahn hier in einem Tunnel, der als Besonderheit vom Anlagenrand durch ein Plexiglasfenster einsehbar sein wird. 

Umfüllen des Gipsvorrates in einen verschließbaren Eimer, damit möglichst viel Staub in der Werkstatt bleibt und sich nicht im Modellbahnraum niederschlägt. Der Gips wird zum einen für die weitere Modellierung der Landschaft, zum anderen für das Gießen der Portale, Mauern und Gewölbe benötigt. Für letztere verwende ich die Silikonformen von Spörle

Hier sind man den weitergebauten Tunnel im Bereich der Brücke von der anderen Seite. Die hintere Tunnelwand steht bereits ebenso wie beide Portale und das sich anschließende Mauerwerk. Eine erste Colorierung mit angemischter Wandfarbe ist bereits erfolgt. Der vordere Bereich bleibt offen und wird später einen interessanten Einblick in den Tunnel ermöglichen. 

Ein weiteres Tunnelbauwerk findet sich zwischen Alpe Bianco Stazione und dem Abstellbahnhof. Hier musste ein relativ flacher Höhenrücken durchstoßen werden. Da das Streckengeis sich hier bereits verzweigt, gibt es auf dieser Seite zwei eingleisige Tunnelportale. Der Tunnel selbst ist ebenfalls ausgestaltet, da man von beiden Seiten einen guten Ein- bzw. Durchblick hat. 

Drahtgaze bildet den gewölbten Untergrund unterhalb des Abstellbahnhofes. 

Bau der Böschung und Anpassen der Mauern unterhalb des Abstellbahnhofes. 

Erster Gestaltungsortschritt in der Zufahrt nach Alpe Bianco. 

Der Kurze Tunnel zwischen Marmorverladung und Brücke unterhalb des Abstellbahnhofes Alpe Bianco liegt so nah am Anlagenrand, dass er offen gestaltet wird. 

Das Tunnelportal in der Einfahrt von Alpe Bianco machte bei der Gestaltung Probleme. Der Kenner wird direkt erkennen, dass ein solches Portal statisch nicht machbar ist. Bei gemauerten Portalen stützen sich die Steine im Rundbogen gegenseitig. Das ist hier nicht so. Die mittleren Steine des Bogens würden einfach herausfallen und das Portale unweigerlich einstürzen.  

 

Ein Ausbau des Portals ist allerdings nur noch mit einer starken Beschädigung der Umgebung möglich. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, ein modernes Betonportal vor das bestehende (falsche) Portal zu setzen und das alte so zu verdecken. Die Begründung für ein modernes Betonportal lediglich auf einer Seite des Tunnels liegt angenommener Weise darin, dass der kleine Gebirgsbach, der momentan im Bereich der Stützmauer unter den Schienen hindurchgeführt wird, im Frühjahr immer wieder große Mengen an Geröll mitführt und so den Ablauf verstopft und das Bahntrasse überflutet. Des Weiteren dringt hier auch immer wieder Wasser in den Tunnel ein, so dass eine Sanierung des vorderen Tunnelbereiches notwendig war.

Das moderne Betonportal entstand aus Heki-Dur-Platten. Die beim Vorbild durch die Schalplatten entstandenen Vertiefungen habe ich mit einem Schraubendreher eingeritzt. Der Anstrich erfolgte mit normaler Wandfarbe. 

Der Blick von oben: Man erkennt gut, wie der Gebirgsbach über das Portal hinweg abgeleitet wird.